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(Remseck, 23.02.2019), Seniorennachmittag und Theaterabend sind in Remsecks Kulturlandschaft nicht mehr wegzudenken. Beide Vorführungen waren restlos ausverkauft. Unter der Regie von Patrick Leitenberger und mit der Unterstützung durch Sandra Oßwald als Souffleuse, liefen die Laiendarsteller mit dem Stück „Dronder ond drieber“, ein Lustspiel in drei Akten von Thomas Deisser, zur Höchstform auf. Nach dem Theaterstück rockte „The Pianoman“ die Halle.

Vor jeweils voll besetztem Haus durfte der Vorsitzende Dietmar Krause am vergangenen Samstag den diesjährigen Seniorennachmittag und später den Theaterabend eröffnen. In seinen kurzen Ansprachen hob Krause die Bedeutung dieses kulturellen Ereignisses für Remseck hervor. Zwischenzeitlich sind beide Veranstaltungen eine liebgewonnene Tradition und begeistern immer wieder aufs neue die Gäste. Leider konnten nicht alle Kartenwünsche berücksichtigt werden. An die Darsteller stellt dieser Tag immer höchste Ansprüche, denn zwei Vorstellungen an einem Tag verlangen von den Akteuren höchste Konzentration.

Im Anschluss bot der DJ und Sänger „The Pianoman“ alles was das Herz begehrte, im Nu war die Tanzfläche voll und die Gemeindehalle bebte in ihren Grundfesten. Vom Walzer, über „Highway to hell“, für jeden hatte er das Passende auf Lager. So etwas hat man schon lange nicht mehr erlebt. Die wohl sortierte TSV – Bar bot den Feierbiestern eine Vielzahl von Erfrischungen. Alle waren sich zum Schluss einig: ein rundum gelungener Abend, oder auf Neudeutsch ein „geiler“ Abend - oder wie bemerkte ein Besucher treffend: „der TSV hat nicht nur gute Sportangebote, die können auch richtig feiern, ihr seid der geilste Verein in Remseck.“

Zum Stück:

IMG 20190224 WA0010Quelle: TSVHelga Götz (Dunja Leitenberger) fährt vier Wochen zur Kur, um ihre Kreuzschmerzen zu kurieren. Aber kaum hat sie die Tür hinter sich zugemacht, geht zu Hause wirklich alles drunter und drüber: Ihr Mann Hermann (Gerhard Leitenberger) hat eine Liebschaft, nämlich seine Sekretärin, die fesche Lolita Höpfele (Elke Böhringer). Sie verführt ihren Hermann mit dem Klassiker „Bolero“ nach allen Regeln der Kunst. Der Opa Albert (Peter Hengerer) hat eine heimliche Liebschaft mit seiner Schwägerin Lina (Annemarie Flöß). Immer wenn beide alleine sind turteln sie wie Teenager, sobald jedoch Hermann in Sicht ist, sind beide wie Hund und Katze. Tochter Regine (Julia Köpke) schleppt einen „coolen“ Freund mit Namen Klaus (Valentin Köpke) an und die zwei verlassen ihr Zimmer nur, wenn der Hunger sie treibt. Und alle bringen  ihre dreckige Wäsche mit ins Haus. Auch Opas bester, aber einfältiger Freund Eugen (Ralf Schoch-John) kommt zu Besuch um mit Opa Albert und Tante Lina Karten der etwas anderen Art zu spielen, nämlich Strippoker. Als dann Helga Götz auch noch vorzeitig aus der Kur nach Hause geschickt wird und mitten in dieses Chaos hineinschneit, ist die Katastrophe perfekt. Allerdings stellt sich heraus, dass die liebe Helga in ihrer Kur ebenfalls gar nicht so anständig war. Schließlich hatte sie ein Verhältnis mit dem berühmten Dr. Udo Brinkmann. Aber wie es sich gehört gab es dann ein Happyend. Die Eheleute gehen künftig gemeinsam in Kur, er nach Bad Wimpfen und sie in die Schwarzwaldklinik.